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    Schenkendorf – Wanderung

    (Bestensee NW – Umgebung )
    von Harry Schäffer

    Route:   Bestensee / Bahnhof --- Kirche --- Kastanie1 --- Hotel „ Am Sutschke Tal“ --- 
                   Friedhof2 ---   Marienhofer Berg --- Sutschke – Tal ( Westseite ) --- Sutschke – See
                   --- ( Überwechseln auf die andere Talseite )  ---Krummensee3 ( Uferweg – Ostseite
                   des Sees ) --- Schenkendorf --- „ Centrum“ Häuser ( „Glück auf“)4 --- Kirche ---
                   Tagebau – See5 --- Gutshof mit Mauer ( Eingangstor – dahinter das Schloss )6 ---
                   Notte – Kanal --- Friedhof7 --- Schulgebäude ( Kietz).

    Rücktour: Ort Krummensee --- Gaststätte See – Idyll --- Krummensee   ( Dorfmitte) ---
                       Westseite des Sutschke – Tals8 --- Überqueren des Sutschke – Tals9 ---
                       Steinberg10 --- Mühlenberg --- Hotel „ Am Sutschke – Tal“ --- Bestensee ---
                       Kirche --- Bahnhof.

    Insgesamt 13 bis 14 km

    Anmerkungen

    1Kastanie vor dem Gebäude des ehemaligen Rates der Gemeinde Bestensee:
    Die Kastanie stand schon als junger Baum zur Regierungszeit des Preußenkönigs Friedrich II (1740 – 1786).
    Im Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763)  drangen nach der von den Preußen verlorenen Schlacht bei Kunersdorf (Odergebiet) russische Truppeneinheiten in unser Heimatgebiet ein. Am 01. Oktober 1760 kam ein größeres Kommando eines russischen Armeekorps – das bei Storkow lag – nach Groß Besten und besetzte auch alle Ortschaften in der Umgebung. Die Eroberer requirierten von den Dorfbewohnern Fleisch, Brot, Erbsen, Linsen, Hafer, Stroh, Heu, Bier und Branntwein zur Verpflegung des russischen Heeres. Die von Kosaken eskortierten schwer beladenen Beutewagen wurden unmittelbar vor dem Marinenhofer Berg – wo das Sutschketal in nördlicher Richtung beginnt – von preußischen Husaren überfallen. Die russische Bedeckungsmannschaft floh und sämtliche Pferdefuhrwerke mit Bespannung und allem Beutegut fielen in preußische Hände – und konnten danach ihren Eigentümern zurückgegeben werden.

    2Friedhof: Auf dem Friedhof/ Nord von Bestensee befinden sich das Grab des Bestenseer Antifaschisten und Sozialisten Wilhelm Franke (nach ihm benannt wurde 1986 die Steinbrücke über den Glunzgraben – einem Verbindungsgraben zwischen Pätzer Vordersee und Todnitzsee) --- sowie die Gräber der Arbeiterkämpfer Rettig und Fröhlich aus Groß – Besten --- gefallen 1920 beim Widerstandskampf der Arbeiter gegen die Kapp – Söldner in Schenkendorf.

    3Krummensee: Tiefer, eiszeitlicher Rinnensee (stellenweise bis 15m tief.)

     -Starke Erdauffaltungen durch eiszeitliche Gletscherbewegungen im westlichen Uferbereich (Anhöhen – Krummensee --- Dorfmitte).

    4„ Centrum“ – Häuser: ( „ Glückauf“ – Häuser) Arbeiterhäuser – Kirche 1875 --- Entdeckung von Braunkohle in geringer Tiefe ( Flöz --- teilweise 9m dick). --- 1883: Der Unternehmer v. Siemens erwarb das Flöz und begann mit oberschlesischen Bergarbeitern den Kohleabbau. – Entstehung der noch bestehenden Centrum – Häuser aus rotem Backstein für Angestellte des Konzerns.
    - Außerdem Bau von Arbeiterhäusern aus rotem Backstein. – Noch heute erhalten im Westteil des Ortes. Braunkohlengrube (Tagebau) hinter den Centrum – Häusern. – Bau einer Bahnlinie
    ( Transport der Kohle) vom Tagebau zum Nottekanal und zum Güterbahnhof Königs Wusterhausen.
    1896: Der Berliner „Zeitungskönig“ Mosse erwarb Tagebau sowie Rittergut mit Schloß.
    Um 1900: Abbaueinstellung weil der Bodenschatz nicht mehr ergiebig war.
    Allmähliches Auffüllen der Kohlengrube mit Grundwasser.
    Entstehung des Tagebau – Sees.
    Erdgasströmungen in gewissen Boden – und Erdschichten sind in unserer heutigen Zeit noch sehr stark vorhanden.
    Am Ende des 17. Jahrhunderts mumifizierten – bedingt durch diese Erdgasströmungen – die in der Totengruft unter dem Kirchenanbau der Dorfkirche noch bis zum 20. Jahrhunderts in Särgen befindlichen sterblichen Überreste der damaligen Feudalherren von Schenkendorf. --- 2 große Särge u.a. mit den Gebeinen eines Freiherren und einer Freifrau von Löben. Die Freifrau    ( Leiche stark mumifiziert – noch ziemlich gut erhalten und erkennbar) lag in ihrem Sarg mit ihrem 21. Kind im Arm. Außerdem befanden sich in der adligen Totengruft 20 kleine Kindersärge. – 2 große Särge stehen jetzt im Vorsaal der Kirche. Ein unterirdischer Gang verband in den vergangenen Jahrhunderten die Totengruft in der Dorfkirche mit dem Schloß auf dem Rittergutsgelände ( Jetzt ist dieser Gang nicht mehr begehbar).

    5Tagebau – See/Notte – Kanal: Am Tagebau – See und am Nottekanal sowie im Feldgebiet zwischen den Häusern von Schenkendorf und dem Notte – Kanal      ( Wasserstraße von Königs Wusterhausen nach Mittenwalde) fanden besonders harte Kämpfe der Arbeiter aus Schenkendorf, Mittenwalde, Königs Wusterhausen, Groß – und Klein – Besten u.a. im März 1920 gegen die Kapp – Söldner vom Funkerberg/ Königswusterhausen statt.

    Zwischen Tagebau – Grüner Weg – Dorfstraße in Richtung Mittenwalde – Feldgelände bis hin zum Notte – Kanal fielen die Arbeiterkämpfer Fröhlich, Rettig, Pelka, Linke und Pfeiffer im Kampf gegen die von Königs Wusterhausen aus angreifenden Baltikum – Söldner.

    6Gutshof mit Mauer ( Eingangstor – dahinter das Schloß): Alter Adelssitz der Schenken. Um 1280: Gründung des Dorfes. – Schon ansässige Slawenfamilien bewohnten den Kietz. – Noch heute wird das Gelände um die ehemalige Schenkendorfer Schule „ der Kietz“ genannt. Im heutigen Landkreis Dahme/ Spreewald kam es damals zur Ansiedlung von Kolonisten aus dem deutschen Reich westlich der Elbe.
    Der Adlige „ Hinricus Schenke aus Tupz“ ( Teupitz) und der Herr der Burg Wusterhausen“ Curd von Slyven) waren im 14. Jahrhundert die Herren des Ortes Schenkendorf. Im 15. – und 16. Jahrhundert beherrschten die Schenken von Landsberg den Ort Schenkendorf von der Burg Teupitz aus.
    Von 1657 an waren die Feudalherren von Löben die Herren in Schenkendorf. In fast allen Umgebungsortschaften hatten die Schenken von Landsberg ( zu Teupitz) die Herrschafts – und Besitzrechte und waren somit ausschließlich die Beherrscher des gesamten Schenkenländchens.
    - Ungefähr 30 Ortschaften unseres jetzigen Kreisgebietes. Die Stadt Mittenwalde gehörte nicht dazu. Die Besitzverhältnisse wechselten oft im Laufe der Jahrhunderte.
    Schließlich gingen Teile des Schenken – Ländchens ( z.B. Wusterhausen --- ehemaliger Ort Wendisch Wustrow mit der Slawenburg Wustrow) in landesfürstlichen Besitz über (1683: Besitz des Kurfürsten von Brandenburg / Preußen). Im Jahre 1717 erwarb der Preußen – König Friedrich Wilhelm I den Ort Schenkendorf und ebenfalls in den Jahren 1717/1718 kaufte der König die noch verbliebenen Besitzungen und Orte der Adelsfamilie der Schenken. Mit Ludwig Alexander Schenk von Landsberg starb 1720 dieses Adelsgeschlecht aus und das Schenkenländchen existierte nun nicht mehr als Kompaktes Gebilde. Schon im Jahre 1701 war aus dem Kurfürstentum das Königreich Brandenburg/ Preußen entstanden. Dadurch nun königlicher Besitz von Wendisch – Wusterhausen ( danach umgewandelt in Königs Wusterhausen ) – und noch anderer Orte und Gebiete des Schenken – Ländchens durch den Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. ( Jagdschloß Königs Wusterhausen – königli che Hofjagden im Dubrow – Waldgebiet. --- Bauern von Pätz, Groß- und Klein -Besten u. a. mussten dabei als Treiber fungieren.)
    Auch noch nach dem 1.Weltkrieg war das Schenkendorfer Gut mit dem Schloß im Besitz der Familie Mosse ( Felizia Lachmann – Mosse ) bis zum Jahre 1933. Das Herrenhausgebäude ist heute Schloß „ Dracula“.

    7Friedhof in Schenkendorf: Hier befinden sich die Gräber der am 20. März 1920 gefallenen Arbeiterkämpfer Pelka, Linke und Pfeiffer.

    8Westseite des Sutschke – Tals: Hier wurden im 14. Jahrhundert – als Krummensee zum Besitz des Klosters Lehnin gehörte – auf Anordnung des Abtes des Klosters von den Krummenseer Bauern Weinstöcke angepflanzt. Laut chronistischer Aufzeichnung haben die Kosterbrüder den recht sauren, von Krummensee angelieferten, Trinkwein mit viel Honig veredeln müssen, um ihn genießen zu können.

    9Überqueren des Sutschketals: Volkssage zur Entstehung des Tals: Steinberg / Mühlenberg und Marienhofer Berg bildeten eine einheitliche Hochfläche vor vielen tausend Jahren. Auf dem Marienhofer Berg wohnte damals der Teufel mit seiner Schwiegermutter. Eines Tages wollte er pflügen und spannte seine Großmutter als Zugkraft vor den Pflug. Die Großmutter wurde wütend, als der Teufel sie mit der Peitsche antrieb. Sie raste zornig über den Hochflächenacker in Süd – Nord – Richtung. Der Pflug drang tief in den Boden ein und die „Riesenfurche“ des Sutschke – Tals entstand.

    10Steinberg – Mühlenberg – Hotel „Am Sutschke Tal“ – Bestensee – Kirche – Bahnhof.

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