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    Niederlehme-Ziegenhals – Wanderung

    (Bestensee Nord – Umgebung)
    von Harry Schäffer

    Route:             Bestensee/Bahnhof --- Gesamtschule --- Wilhelm – Franke –  Brücke --- 
                             Glunzbusch (vor der Brücke)--- Elsenbrücke (Verbindungsgraben Todnitzsee
                             – Pätzer Vordersee) --- Todnitzsee ( Halbinsel) --- Ostuferweg am Todnitzsee2
                            
    --- Grundstück Kühnemann --- Körbiskrug --- Überqueren der B179 ---
                           Senziger Weg (Richtung Waldesruh) --- Ostuferweg am Zeesener See ---
                           Waldesruh --- Überqueren der Straße Königs Wusterhausen --- Senzig ---
                           Tiergarten (Waldweg) --- Neue Mühle (Gasthaus – Motorschiffsanlegestelle –
                           Bootsschleppe – Schleuse – Brücke )--- Bushaltestelle --- Busfahrt zum
                           Sporthaus in Ziegenhals (Ernst – Thälmann – Gedenkstätte )4 über Niederlehme.

    Rücktour:       Bushaltestelle --- Busfahrt bis nach Königs Wusterhausen --- Königs
                           Wusterhausen ( Jagdschloß – Park – Notte-Kanal – Funkerberg )5 --- Bahnhof
                           --- Zugfahrt oder Busfahrt nach Bestensee --- Bahnhof Bestensee.

    Insgesamt: Ohne Bus- und Zugfahrten: 9 bis 10 km.

     Mit Bus- und Zugfahrten:  30 bis 31 km.

    Anmerkungen

     1Glunzbuschweg ( vor der Brücke ):
     Glunzbusch --- Versteck des Antifaschisten Alex Stöpper vor den Faschisten.
    Am 22. April 1945 sprach er mutig vor Bestenseer Nationalsozialisten im damaligen Lokal Rodominski, in der Hauptstrasse, über die Auflösung des Volkssturms ( ältere Männer und Jugendliche von Bestensee, die noch nicht als Soldaten im aktiven Kriegsdienst standen, waren in der Organisation des sogenannten Volkssturms erfasst und sollten auf Befehl der Naziführer Bestensee gegen die anrückenden sowjetischen Truppen verteidigen ).
    Alex Stöpper wollte, dass Bestensee kampflos der roten Armee übergeben wird.
    Die Bestenseer Nazis wollten ihn daraufhin gefangen nehmen und erschießen. – Er konnte in den sumpfigen Glunzbusch fliehen.
    Die SPD – Genossen Karl Böttcher und Georg Reinl brachten ihm nachts Lebensmittel und Decken.
    Am 26. April besetzte die Rote Armee Bestensee ohne großen Kampf.
    Der Volkssturm hatte sich schon am 25. April aufgelöst. Führende Nazis von Bestensee waren zu den deutschen Fronttruppen nach Märkisch Buchholz und Halbe ( 9. Armee unter der Führung des Generaloberst Busse) geflohen.
    Alex Stöpper gründete mit den KPD und SPD Genossen Karl Pöschk, Georg Reinl, Karl Böttcher u.a. die erste provisorische Gemeindeverwaltung am 01. Mai 1945 in Bestensee. Alex Stöpper war der erste antifaschistische Bürgermeister von Bestensee nach dem 2. Weltkrieg.

    2Ostufer am Todnitzsee:
    Hier standen im April 1945 zwölf 21 – cm – Langrohrgeschütze (schwere  deutsche Artillerieabteilung).
    Am 23. April wurden die Kanonen von den deutschen Soldaten gesprengt und somit unbrauchbar gemacht. Die Offiziere und Soldaten dieser Abteilung flohen daraufhin in Richtung Halbe/ Märkisch Buchholz zur 9. deutschen Armeegruppe und gingen wahrscheinlich dort in der darauffolgenden Kesselschlacht bei Halbe ( vom 25.04. – bis 30.04.1945) zu Grunde.

    3Neue Mühle (Gasthaus – Motorschiffsanlegestelle – Bootsschleppe – Schleuse – Brücke):
    Dort bilden der Fluß „ Dahme“ mit den ihn in Neue Mühle umgebenden Bauwerken und Einrichtungen die Hauptsehenswürdigkeiten.
    Die „ Dahme „ entspringt im Fläming ( Hügelland im Süden) südlich des Ortes Dahme – fließt in Richtung Norden durch unseren Heimatkreis und mündet bei Köpenick in die Spree.

    4Sporthaus in Ziegenhals ( Ernst – Thälmann – Gedenkstätte):

    Am 07.02. 1933 (- 30.01.1933 war Hitlers Machtübernahme in Deutschland -) fand in diesem Sporthaus ( damaliger Besitzer war der Kommunist Mörschel) die illegale Reichsfunktionärskonferenz des ZK der KPD unter Leitung des Vorsitzenden der KPD, Ernst Thälmann, statt.
    Niederlehmer Genossen sicherten die illegale Versammlung ab. Thälmanns Losung auf dieser Versammlung: „ Alle antifaschistischen Kräfte einigen sich zum verstärkten Massenkampf gegen die Hitlerfaschisten“!
    Thälmann und die meisten seiner ZK – Genossen wurden später verhaftet und von den Nazis ermordet.
    Thälmann wurde im Jahre 1944 im KZ Buchenwald von der SS erschossen.      

    5Königs Wusterhausen ( Jagdschloß – Park – Notte-Kanal  - Funkerberg):

    In der Slawenzeit ( 5. bis 11./12. Jahrhundert) war der Ort „wostrow“, „ wostrowc“ oder „ Wustrow“ mit einer Burg entstanden. (Slawische Wörter --- übersetzt in die deutsche Sprache: Umflossener Ort bez. Ort auf der Insel. – nach H. Sussmann).
    Nach der Eroberung des Slawenlandes durch deutsche Feudalherren wurde die Burg Wustrow deutscher Feudalbesitz.
    Ansiedlung deutscher Kolonisten im „Wustrow – Gebiet“ im 13. Jahrhundert.
    1377: Besitzer der Burg „ castrum wusterhuse“ ( Erwähnung 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV ) und einiger umliegender Dörfer war zeitweilig der Feudalherr Hanko von Mittenwalde. ( Mittenwalde --- durch deutsche Kolonisten im 13. Jahrhundert als Siedlung gegründet – hatte im 13. Jahrhundert schon das Stadtrecht vom Markgrafen des Brandenburgischen Landes gekommen).
    Im 14. und 15. Jahrhundert waren die Besitzer von Burg und Dorf Wendisch Wusterhusen die Feudalherren Jürgen und Konrad von Schlieben.
    1475: Besitzer der Herrschaft Wusterhausen und aller anderen Dörfer im Schenkenländchen wurden die Feudalherren die Schenken von Landsberg (zu Teupitz) mit dem Hauptherrensitz in der Burg und im Städtchen Teupitz.
    Noch heute erinnert in Teupitz die Gastwirtschaft „Schenk von Landsberg“ an die große Machtausdehnung dieses märkischen Adelsgeschlechts.
    Nach dem 30 jährigen Krieg ( 1648) wechselten die Besitzer von Wendisch – Wusterhausen sehr oft ( Adelsfamilien: v. Jena, v. Danckelmann, v. Löben, v. Puttlitz usw.).
    Ab 1683 wurde die Herrschaft Wusterhausen landesfürstlicher Besitz ( Kurfürst von Brandenburg/ Preußen).
    1701: Aus dem Kurfürstentum wurde das Königreich Brandenburg/ Preußen und somit wurde Wusterhausen königlicher Besitz ( Preußenkönig Friedrich I).
    1718: König Friedrich Wilhelm I ließ das alte Wendenschloß umbauen zum preußischen Jagdschloß (so wie es jetzt noch in der Anlage – Turmkonstruktion, Dachform, Wände und Innenraumgestaltung – zu erkennen ist).
    Auch die damals im Hofbereich entstandenen Nebengebäude haben sich in ihrer Anlage und Form bis heute erhalten und kaum verändert. Der damalige königliche Park, der sich bis zum Notte – Kanal hinzieht, hat jedoch im Laufe der Zeit starke Veränderungen erfahren. Einige dort noch vorhandene dicke Laubbäume mögen jedoch schon damals, zur Zeit des Soldatenkönigs, als junge Bäume gestanden haben.
    Durch öftere Anwesenheit des Königs im Ort entstand der neue Ortsname „ Königs Wusterhausen“.
    Von hier aus wurden während seiner Regierungszeit (1713 – 1740) von ihm und seiner Hof – und Jagdgesellschaft viele Dubrow – Jagden durchgeführt. Die erlegten Tiere – vor allem Wildschweine – mussten von den Bauern der Dörfer Groß – und Klein-Besten, Pätz, Gräbendorf u.a. nach den Jagden mit bäuerlichen Fuhrwerken zum Jagdschloß gebracht werden.( So manches Stück Wild landete dabei auch in die Haushalte unserer feudalabhängigen Vorfahren). Doch es kam stets – mehr als genug – in Königs Wusterhausen an.
    Im Schlosspark fanden dann sehr oft „ königliche Spießbratenfeste“ statt.
    Die nachfolgenden Preußenkönige vernachlässigten die Jagdschlossbesuche und die Dubrowjagd. Sie lebten vorwiegend in den Schlössern ihrer Residenzstadt Potsdam.
    1863 begannen unter dem Preußenkönig Wilhelm I wieder die Hofjagden im Dubrowgebiet.
    Nachdem 1871 aus dem deutschen Kleinstaatengebilde ein geeintes deutsches Kaiserreich entstanden war, war der damalige deutsche Kaiser Wilhelm II bis zum Beginn des 1. Weltkrieges (1914) oftmals im Jagdschloß Königs Wusterhausen. In jenen Jahren fanden viele kaiserliche Hofjagden in der Dubrow statt.
    Nach 1918 ( Zerfall des deutschen Kaiserreiches) wurden das Schloß und der Park Staatseigentum ( Weimarer Regierung --- Deutsche bürgerliche Republik).
    Die Stätte des Tabakskollegiums verlor ihre Funktion.( Hier hatten oftmals nach den Dubrowjagden dir preußischen Monarchen mit ihren Offizieren, Jägermeistern und adligen Gästen in so mancher Nacht sich dem Tabak- und Alkoholgenuß hingegeben).
    Bis zum Jahre 1945 war das Schloß als Museum zur ständigen Besichtigung freigegeben ( vergleichbar mit der jetzigen Funktion der preußischen Schlösser in Potsdam).
    In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurden Ausbesserungsarbeiten und Umbauten am Schloß und an den Nebengebäuden durchgeführt. Danach dienten Schloß und Nebengebäude auch als Sitz von Abteilungen und Verwaltungseinrichtungen ( Büros usw.) des Rates der Stadt Königswusterhausen bis zum Beginn der 90er Jahre.
    Der ehemalige Schlosspark ist Stadtpark für die Bevölkerung. Der an der Parkgrenze befindliche Notte-Kanal dient noch – wie in den vergangenen Jahren – als Wasser- Transportweg zwischen der Dahme --- Mittenwalde --- Zossen und dem Mellensee.
    Auf dem am nordwestlichen Stadtrand von Königs Wusterhausen befindlichen Berg – dem sogenannten Funkerberg – wurde nach dem 1.Weltkrieg eine Sendestation mit hohen Funktürmen ( 13 Türme über 100m hoch), aus der schon im Krieg dort bestehenden Militär – Funkstation entwickelt und aufgebaut.
    So entstand der Rundfunksender „Königs Wusterhausen“. Aus den Funkerberg-Kasernen ( Wachmannschaften des Senders --- Schwarze Reichswehr oder Baltikumtruppen) waren im März 1920 ( Kapp-Putsch) die Truppeneinheiten unter dem Befehl eines Hauptmanns nach Schenkendorf marschiert und hatten dort auf Grund ihrer zahlenmäßigen und waffentechnischen Überlegenheit den für ein demokratisches Deutschland geführten Kampf der Arbeiter niedergeschlagen.
    Eine weitere Sendestation mit Funktürmen bis 210m hoch befand sich südlich von der Stadtgrenze in Richtung Zeesen.
    Dieser Rundfunksender war in der Weimarer – und in der Nazizeit der sogenannte Deutschlandsender.
    Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Sendestation völlig demontiert. ( Reparationszahlung an die sowjetische Siegermacht)
    Der Sender Königs Wusterhausen erfuhr eine Umfunktionierung mit dem Abbau der meisten Funktürme.

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